Keiner ist’s gewesen

Die Rhetorik des Krieges ist immer dieselbe: „Keiner ist’s gewesen.“

Das war so bei den Giftgasangriffen in Syrien und ist auch jetzt wieder so bei den Ă–ltankerangriffen in der StraĂźe von Hormus.

Dabei werden solche Situationen bewusst eingesetzt, um einen Angriffskrieg nach Verteidigung aussehen zu lassen.

Aus diesem Dilemma gibt es nur einen Ausweg, nämlich nicht nur auf die Herstellung der Atombombe zu verzichten (natürlich auch die USA), sondern auf die Waffenproduktion generell.

Etwas herzustellen, wofür am Ende keiner die Verantwortung übernehmen wird, ist völlig unlogisch, verwerflich und unmenschlich.

Wenn unser Verstand nicht ausreicht, um das zu verstehen, sollte wenigstens unser Herz „nein“ dazu sagen.

Allein durch deutsche Waffen stirbt alle 15 Minuten ein Mensch irgendwo auf der Welt.

Würden wir für jedes dieser Opfer vor dem Reichstag einen Kranz niederlegen, wären das 96 Kränze jeden Tag, die auf das Konto unserer Regierung gehen, weil sie die Waffenexporte nicht einstellt.

Stattdessen gedenken wir der Opfer des 2. Weltkrieges und schauen großzügig über die täglichen Opfer der Gegenwart hinweg.

Vielleicht wird uns ja die nach dem Krieg in der Nord- und Ostsee versenkte Munition, die jetzt langsam ihre Giftstoffe freisetzt, zu der Einsicht bringen, dass die Waffenherstellung von Anfang bis Ende nur ein groĂźes UnglĂĽck sein kann.

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Sprachlos

Der Attentäter von Straßburg ist verstummt, die Waffen haben gesprochen und der IS den Anschlag für sich reklamiert.

Heute wurde bekannt, dass 2017 in Amerika 40000 Menschen durch privaten Schusswaffengebrauch ums Leben kamen, Suizide mit eingerechnet.

Das sind 110 Menschenleben jeden Tag allein in diesem Land, das als wohlhabend und fortschrittlich gilt.

Waffen versprechen Sicherheit, aber sie verbreiten das Sterben.

Die schärfste Waffe ist unsere Zunge und wir sollten mehr üben, damit sinnvoll umzugehen.

Sie ist ein zweischneidiges Schwert und kann klären und Gewalt verhindern, aber auch verletzen.

Nur ganz wenige Schulen lehren die Kunst der Rhetorik, was schade ist, denn es könnte zu einer friedlicheren Welt vieles beitragen.

Der Messerstecher, der gestern Abend hier in NĂĽrnberg drei Frauen verletzt hat, ist ganz sicher nicht in eine solche Schule gegangen.

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