Ende gut, alles gut?

Endlich kommen die ersten positiven Andeutungen des Gesundheitsministers, dass nach Ostern die strengen Ma√üregelungen der B√ľrger langsam aufgehoben werden k√∂nnten.

Dann bleibt gar nicht mehr so viel Zeit, um aus dieser Pandemieerfahrung Verhaltens√§nderungen f√ľr die Zukunft abzuleiten, die √ľber Schutzkleidungsbeschaffung hinausgehen.

Die Krise macht jedenfalls deutlich, auf wen wir alles angewiesen sind in unserer Gesellschaft und was geschlossene Grenzen bedeuten.

Ich bin gespannt, ob sich die AfD-Wähler als Erntehelfer in der Landwirtschaft melden, voller Freude, dass die Grenzen dicht sind.

Mit einem Video versuchen wir auf jeden Fall, der Nachdenklichkeit noch einen längeren Bogen zu spannen und wer es gerne sehen will, hier ist der Link.

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Corona sei Dank!

Corona sei Dank! Warum denn das?

Als langjähriger Heilpraktiker habe ich mir angewöhnt, bei jeder Erkrankungen zu fragen, warum sie auftritt und was sie dem Patienten sagen will.

Denn ich bin davon √ľberzeugt, dass sie nicht zuf√§llig erscheint, sondern eine Botschaft im Gep√§ck hat, die vielleicht den Lebensstil und die Lebensgewohnheiten hinterfragen m√∂chte.

Wobei mir bewusst ist, dass manche Krankheiten ihre Ursache auch in einer weit zur√ľckliegenden Zeit haben k√∂nnen, die √ľber dieses Leben hinausreicht.

Und das gilt es dann auch zu ber√ľcksichtigen.

Die Erkrankungen unserer Erde haben ihre Ursache auch nicht nur in einer Generation, sondern die Weichen daf√ľr wurden schon vor langer Zeit gestellt.

Trotzdem könnte die fridays for future-Bewegung jetzt jubeln, denn ihre Forderungen des vergangenen Jahres werden in diesem Jahr postwendend umgesetzt:

Weniger Fl√ľge und Reisen, weniger Warenverkehr, weniger Produktion, sodass sogar in China die Menschen wieder saubere Luft atmen d√ľrfen.

Vernunft und Einsicht hätten diese schnelle Umsetzung klimaschonender Maßnahmen wahrscheinlich nicht erreicht, aber Corona hat es geschafft!

Von daher sollten wir nicht von Panik reden, sondern der Erde ihre Verschnaufpause gönnen und den Patienten gleich dazu.

Noch nie durften sie ihre Erkältungssymptome so lange auskurieren.

Fr√ľher hie√ü es immer, Antibiotika einwerfen und nach drei Tagen bitte wieder in der Arbeit erscheinen, ansonsten drohte bisweilen der Jobverlust.

Beim Stichwort Antibiotika fällt auf, dass sie gerade Mangelware sind und viele andere Medikamente auch, die oft lebenslänglich verordnet werden.

Ich will nicht in Abrede stellen, dass Antibiotika Leben retten können und dass es segensreiche Notfallmedikamente gibt.

Aber manchmal wird vergessen, dass ein Medikament den K√∂rper bei seiner Heilung f√ľr ein paar Wochen unterst√ľtzen kann und nicht als abh√§ngig machendes Arzneimittel gedacht sein sollte.

Der Mangel an allopathischen Medikamenten wird irgendwann auch das Nachdenken √ľber Naturheilmittel neu ansto√üen, mit denen chronisch Kranken vielfach noch besser geholfen w√§re.

Ja, die Abhängigkeiten auf vielen Ebenen macht uns Corona wirklich bewusst.

So viele Dinge des t√§glichen Lebens kommen von irgendwo auf der Welt her und haben eine wahre Odyssee hinter sich, bis sie endlich bei uns als Lebensmittel, Kleidungsst√ľck oder elektronischer Unterhalter landen.

Dieser verheerende ökologische Fußabdruck, den sie dadurch auf der Erde hinterlassen, ließe sich stark reduzieren, wenn wir uns mehr auf unsere lokalen Ressourcen besinnen und uns unabhängiger machen von Schwellenländern, die wie Sklaven unsere Märkte möglichst billig bedienen.

Jeder weiß, dass die Arm-Reich-Schere immer weiter auseinander geht und wir das Menschenmaß verloren haben.

Corona schert sich genauso wenig um Ländergrenzen wie der globale Freihandel.

Da die Maxime der Weltwirtschaft aber der Profit und nicht die Br√ľderlichkeit ist, gibt es nur wenige Gewinner und viele Verlierer.

Das ist eine Ungerechtigkeit, die kein Mensch verdient und die auch der Erde enorm schadet.

Schon vor mehr als 200 Jahren wurde in Frankreich die Forderung geboren, Freiheit, Gleichheit und Br√ľderlichkeit als Maxime menschlichen Zusammenlebens anzustreben.

Vor 100 Jahren wurde durch die Dreigliederungsbewegung pr√§zisiert, dass die Freiheit vor allem auf das Geistesleben, also z.B. Presse- und Redefreiheit anzuwenden sei, die Gleichheit vor dem Gesetz geboten ist und die Br√ľderlichkeit Anwendung im Wirtschaftsleben finden sollte.

Davon sind wir leider noch weit entfernt.

Im Gegenteil, dem grenzenlosen Ausbeuten armer L√§nder stehen heute verzweifelte Versuche gegen√ľber, die eigenen Grenzen dicht zu machen, damit die, deren Lebensgrundlage wir durch Raubbau und Waffenlieferungen zerst√∂rt haben und deren M√§rkte wir mit billigen Produkten √ľberschwemmt haben, nicht zu uns kommen.

Dank Corona erleben wir in diesen Tagen hautnah, dass es so nicht weitergehen kann.

Wir sollten das globale Innehalten daf√ľr nutzen, Schritt f√ľr Schritt umzusetzen, was seit 200 Jahren ersehnt wird.

Die Zunahme der Weltbev√∂lkerung wird nur durch Br√ľderlichkeit im Wirtschaftsleben zu bew√§ltigen sein und Globalisierung sollte so verstanden werden, dass wir uns global verantwortlich f√ľhlen f√ľr das Wohl aller Mitmenschen und der Natur.

Unsere Handys berichten uns die Geschehnisse von jedem Winkel der Welt.

Da noch die Augen zu verschließen und zu sagen, das geht mich nichts an, wie meine Produkte hergestellt werden, ist unmenschlich und ignorant.

Nutzen wir die Macht, die wir als Verbraucher haben, den schwerf√§lligen Gro√ükonzernen auf die Spr√ľnge zu helfen, bis auch sie gelernt haben, dass es in Zukunft dem Einzelnen nur gut geht, wenn es allen gut geht.

Cor ist das lateinische Wort f√ľr Herz.

Lassen wir uns vom Corona-Virus nicht nur in der Lunge, dem Organ, durch das wir mit allen Menschen √ľber die Atmung verbunden sind, ber√ľhren, sondern auch im Herzen und danken wir ihm, dass es die Menschheit gerade in Frage stellt und gespannt ist, wie wir darauf antworten werden.

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