Sankt Martin

Wir feiern heute den Heiligen Martin von Tours, einen der beliebtesten Heiligen in allen Kirchen und Konfessionen.

Am bekanntesten von ihm ist die Geschichte, dass er noch als Soldat einem Bettler am Wegesrand einen Teil seines Militärmantels geschenkt hat, damit er nicht so frieren muss.

Den Wohlstand mit den Menschen zu teilen, die viel zu wenig haben, ist eine der größten Zukunftsaufgaben der Menschheit.

Insofern lohnt es sich, den Hl. Martin gut im Bewusstsein zu haben und von ihm zu lernen, dass man durch Teilen mehr gewinnt als verliert.

Denn ein neuer Freund ist mehr wert als ein ersetzbares Stück Stoff.

Würden wir uns die Menschen dieser Erde alle zu Freunden machen, könnten wir auch die Militärausgaben bestimmt halbieren, statt sie immer weiter zu erhöhen.

An den portugiesischen Eichen, deren Rinde im unteren Teil für die Korkgewinnung abgetragen wird, kann man beobachten, dass sie deshalb nicht absterben, nur weil sie einen Teil ihres „Mantels“ abgeben.

Ihr Stamm ist so stark, dass er dieses Opfer verkraftet.

In der Regel fühlen wir uns eher als die Geschröpften, z.B. vom Finanzamt, weil wir zu Abgaben an vielen Stellen gezwungen werden.

Es gibt aber sicher noch viel Spielraum, um diesen Spieß da und dort umzudrehen, uns auf unsere christliche Abstammung zu besinnen und zu Gebenden zu werden, die etwas zur Geschwisterlichkeit in der Welt beitragen.