Findling

Wenn man auf etwas stößt, das man nicht zuordnen kann, nennt man das einen „rätselhaften Findling“.

So bezeichnete man Kaspar Hauser, als er 1828 am Unschlittplatz in Nürnberg unvermittelt auftauchte.

Als ich vergangene Woche in einem Antiquitätengeschäft unvermittelt eine von mir 1990 geschliffene Skulptur im Schaufenster der gleichen Stadt entdeckte, war es wie das Wiederfinden eines alten Bekannten.

Aber der Mann im Geschäft konnte mit dem Stein auch nichts anfangen und nannte ihn ebenfalls einen „Findling“.

Er ging davon aus, dass die Natur dem Stein seine Rundungen verpasst hat, was ihn ungleich günstiger gemacht hat, als wenn er als „Kunstwerk“ eingeordnet worden wäre.

Der „Findling“ war glücklich, wieder bei seinem „Schöpfer“ angekommen zu sein und ich war zufrieden, dass meine Formen so natürlich wirken, dass das ungeübte Auge gar nicht die Handschrift des Menschen darin erkennt.

Würden wir Menschen immer so unauffällig im Einklang mit der Natur leben, hätte die Erde wohl kein Problem mit uns.

Prohaskachlan

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