Das Urteil

Fünf Jahre NSU-Prozess haben nicht dazu geführt, dass nach dem Richterspruch alle zufrieden sind.

Das liegt in der Natur der Sache, denn dem menschlichen Blick bleibt trotz allem Bemühen vieles verborgen, was zu erkennen nötig wäre, um gerecht zu urteilen.

Von daher hat alles Richten einen fahlen Beigeschmack und bleibt immer unbefriedigend.

Selbst im Himmel gibt es nicht den unerbittlichen Richter, obwohl der ja einen Überblick über unser Gesamtschicksal hätte und durchaus beurteilen könnte.

Er lässt uns aber lieber unser Leben im Spiegelbild des Sohnes betrachten und wir sind selbst dazu aufgerufen, zu beurteilen, was gut war und was verbesserungswürdig ist.

Zu diesem Hilfsmittel wird die Justiz auch mehr und mehr greifen, im Gerichtssaal einen Spiegel aufzustellen und in der Reflexion der Geschehnisse zu der Einsicht führen, wo etwas schief gegangen ist und was das für die Beteiligten bedeutet.

Das Urteil

 

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