Sehnsucht nach…?

Wenn ich die Massen sehe, die sich durch immer mehr WeihnachtsmÀrkte schieben, frage ich mich, was die Menschen da suchen?

Sind es Weihnachtsgeschenke oder die weihnachtliche Stimmung, die Sehnsucht nach Frieden und Harmonie?

Oder ist es der Geruchssinn, der stimuliert werden möchte und uns zu GlĂŒhwein, Bratwurst und frisch gerösteten Mandeln greifen lĂ€sst?

Wenn es ein bisschen inneres Licht ist, was wir suchen, leiser Zuspruch und die Hoffnung auf eine heiler werdende Welt, dann kann ich ein paar Zeilen beisteuern, die beschreiben, worauf zu achten wĂ€re, damit sich das erfĂŒllt.

Und wer Noten lesen kann, dem sei die Melodie dazu geschenkt.

Dann erleben wir Weihnachten nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, sondern auch da, wo es hin gehört: bei der inneren Krippe, die fĂŒr das Christkind bereitet ist.

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Macht hoch die TĂŒr

Die Adventszeit soll uns darauf vorbereiten, unsere inneren TĂŒren zu öffnen fĂŒr den Sohn Gottes.

Überall stehen jetzt schon WeihnachtsbĂ€ume, obwohl es noch 14 Tage bis zum Fest sind und die meisten Menschen sagen, dass sie noch gar nicht auf Weihnachten eingestimmt seien.

Wobei die Menschenmassen auf den WeihnachtsmÀrkten zeigen, wie sehr man sich nach einem inneren Lichterlebnis sehnt.

Zu wissen, dass man im Himmel auch Weihnachten feiert und sich sehr darauf freut, kann uns vielleicht eine Hilfe sein, uns auf das Wesentliche dieses Festes zu konzentrieren.

Und dass es keine SelbstverstĂ€ndlichkeit ist, dass wir diesen hohen Besuch empfangen dĂŒrfen, auch wenn die zahlreichen Weihnachtsfeiern routinemĂ€ĂŸig jedes Jahr ausgetragen werden.

Auf die Melodie von „Macht hoch die TĂŒr…“ habe ich dieses Weihnachtslied mit einem neuen Text versehen, der es aus den nostalgischen GefĂŒhlen heraushebt in ein umfassenderes Nachdenken hinein, was uns an Weihnachten erwarten kann, wenn wir uns entsprechend darauf vorbereiten.

 

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Die neue Zeit

Die SPD ist auf ihrem Parteitag „in die neue Zeit“ aufgebrochen.

Sie will den bisherigen Umgang mit den finanziell Schwachen der Gesellschaft Àndern.

TatsĂ€chlich bewegen wir uns schon seit 2004 langsam in die Epoche der „Geschwisterlichkeit“ hinein und heraus aus dem Fahrwasser des egoistischen Habewillens auf Kosten anderer.

Wenn diese Epoche ganz aufgeblĂŒht sein wird, werden wir uns nur noch wohl fĂŒhlen, wenn es unseren Mitmenschen auch einigermaßen gut geht.

Und das aber global empfunden und nicht national wohlgemerkt.

Bis dahin ist noch ein langer Weg zurĂŒckzulegen, aber es spricht ja nichts dagegen, in unseren Routenplaner schon mal einzugeben, wo wir 2030 oder 2050 angekommen sein wollen.

Ob die Erde dann ein oder zwei Grad wÀrmer sein wird, werden wir sehen.

Die HerzenswÀrme jedenfalls könnte in ihrer Durchschnittstemperatur bis dahin gefahrlos ruhig noch etwas mehr ansteigen.

 

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Licht-Schutz-Meditation

Heute kommt der Nikolaus mit seinem goldenen Buch und spiegelt uns, was von unserem Tun und Lassen lichtvoll im WeltengedÀchtnis hÀngen geblieben ist.

Knecht Rupprecht hat er auch dabei, der in seinem Sack die SpÀne unseres Hobelns eingesammelt hat und nicht immer leicht daran trÀgt.

„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“, weil die dunklen Wesen wie Motten vom Licht magisch angezogen werden.

Nur dass sie auch versuchen, unser Leuchten möglichst klein zu halten oder gar zu unterbinden.

In jĂŒngster Zeit versuchen sie das sehr indirekt und subtil, damit wir es möglichst lange nicht bemerken.

Deshalb ist uns eine Schutzmeditation ans Herz gelegt worden, die den spirituell Strebenden weniger angreifbar macht und denen, die ihm Arges wollen, eher den Spiegel vorhÀlt, als ihn belÀstigen zu können.

So lege ich dieses Nikolaus-Geschenk in den Schuh des aufmerksamen Lesers als möglichst tÀglichen Wegbegleiter durch das kommende Jahr.

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Buß- und Bettag

Der Buß- und Bettag wurde einmal fĂŒr Notstandszeiten eingefĂŒhrt und dann der Pflegeversicherung geopfert.

Außer in Sachsen, da ist er noch ein Feiertag, vielleicht, weil man dort den „Nazinotstand“ diskutiert?

BĂŒĂŸen und Beten scheint völlig ĂŒberholt und unmodern zu sein.

Angesichts der Hilflosigkeit bei vielen Themen unserer Zeit stellt sich aber doch die Frage, ob ein Tag im Jahr ĂŒberhaupt ausreichen wĂŒrde, zur Umkehr aufzurufen und dafĂŒr zu beten, dass das auch gelingen möge.

Von daher lohnt es sich, darĂŒber nachzudenken, wie wir diesen Feiertag metamorphosieren könnten und jeden Abend ein bisschen in unsere TagesrĂŒckschau einbinden, um uns bei der Lösung privater und globaler Probleme zu unterstĂŒtzen.

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30 Jahre Mauerfall

Morgen feiern wir 30 Jahre Mauerfall und damit die Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands.

RĂŒckblickend ist man stolz auf die wunderschön renovierten InnenstĂ€dte, die das Einheitsbraun der DDR-Zeit farbenfroh ĂŒberwunden haben.

In den Seelen vieler Menschen des Ostens sieht es aber nicht so rosig aus, weil sie sich von der Vereinnahmung des Westens doch etwas ĂŒberrollt gefĂŒhlt haben und die eigenen Errungenschaften zu wenig gewĂŒrdigt wurden.

Die WĂŒrdigung der „Anderen“ ist weltweit ein Problem geworden und die Mauern der Abschottung nehmen eher zu denn ab.

Wir sollten mehr hinhören auf die Anliegen der Menschen, die fluchtartig ihr Land verlassen, weil unsere Konzerne der eigenen Volkswirtschaft den Boden entzogen haben und unsere exportierten Waffen ihr Leben bedrohen.

Die Diskussion um Aufnahmekontingente von einigen hundert Menschen wirkt lÀcherlich angesichts der Verzweiflung von Millionen Menschen, die nicht wissen, wie und wovon sie leben sollen.

Ohne globales MitgefĂŒhl und daraus resultierende andere Verhaltensweisen werden wir diese wachsenden Probleme nicht in den Griff bekommen.

Und durch noch mehr Mauern und Stacheldraht erst recht nicht.

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Uluru

Ein RĂŒckschritt kann manchmal auch ein Fortschritt sein.

Seit gestern darf der Heilige Berg der Australier, der jetzt wieder „Uluru“ heißt und von den Einwanderern „Ayers Rock“ genannt wurde, nicht mehr bestiegen werden.

Diese RĂŒckbesinnung auf die GefĂŒhle und Traditionen der Ureinwohner freut mich, weil sie von einer wachsenden SensibilitĂ€t fĂŒr die Anliegen der Altvorderen zeugt.

Wenn das so weiter ginge, bekĂ€men vielleicht auch irgendwann die Kurden, die Armenier, die Indianer und viele andere VolksstĂ€mme ihr Land oder ihre HeiligtĂŒmer zurĂŒck, aus denen man sie vertrieben hat.

Mit afrikanischen LĂ€ndern laufen gerade Verhandlungen, welche KunstschĂ€tze in ihre alte Heimat zurĂŒck kommen sollten, weil sie zur IdentitĂ€tsfindung der dort lebenden Menschen einen wichtigen Beitrag leisten könnten.

Das sind alles Fragen von Gerechtigkeit und Aussöhnung.

Auch Bergen kann man gerecht werden und sich mit ihnen versöhnen.

Wer den HĂŒter eines Berges achtet und fragt, ob er den Berg oder eine Höhle besuchen darf, ist auf jeden Fall sicherer unterwegs als jemand, der sich darĂŒber keine Gedanken macht und einfach drauf los marschiert.

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Sprachmissbrauch

Die HĂ€me im Internet nimmt immer mehr zu und wird im Moment breit diskutiert.

Eine Anwaltskanzlei klagt nun sogar gegen die Richter, die durch ihr schwaches Urteil Renate KĂŒnast nicht genug in Schutz nahmen vor ĂŒbler Nachrede.

Auch Facebook soll mehr zur Verantwortung gezogen werden in Bezug auf das Löschen von Hasskommentaren.

Das Problem der „Umweltverschmutzung“ haben wir also spiegelbildlich nicht nur in der Natur, sondern auch im Gebrauch „schmutziger“ Sprache, wodurch jede Menge „MĂŒll“ produziert wird.

Dabei ist die Sprache ein so kostbares Gut, das dem Urmenschen geschenkt wurde, noch bevor er sich in MĂ€nnlich-Weiblich differenziert hatte (1.Moses 2,20).

Dass Tiere, Pflanzen und sogar Steine miteinander kommunizieren, wird zunehmend erkannt.

Aber reden die schlecht ĂŒbereinander? Davon habe ich noch nichts gehört.

Also packen wir uns bei der eigenen Ehre und hören auf, uns verbal tief gehende Verletzungen zuzufĂŒgen, die oft schwerer wiegen als jede Ă€ußere Schramme.

Darauf zu achten sollten wir nicht noch mehr Gesetzen ĂŒberlassen, sondern unserem anvertrauten Menschenverstand.

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Michaeli

Heute, am 29. September, ist der Gedenktag des Erzengels Michael.

Er ist seit alters her dafĂŒr bekannt, dass er den Menschen dabei hilft, mit den gefallenen Engeln zurecht zu kommen und sie in die Schranken zu weisen (Apokalypse Kp.12,7).

Rudolf Steiner hat dieses Fest sehr betont und an den Waldorfschulen wird es entsprechend bedacht und gefeiert.

Umso mehr hat es mich ĂŒberrascht, dass in der Sendung „Kontraste“ am 26.9.19  die Redakteure Anstoß daran genommen haben, dass beim Fernstudium fĂŒr Waldorflehrer in Jena auch das Thema „Engel, Elementarwesen und DĂ€monen“ auf dem Lehrplan steht.

Als ob Engel eine SpezialitÀt der Anthroposophie wÀren.

In der Bibel sind Engel und DĂ€monen allgegenwĂ€rtig und die christlichen Feste – wenn auch kommerziell ausgeschlachtet – werden immerhin noch gefeiert.

Noch ĂŒberraschender war allerdings die Reaktion des Sprechers des Bundes der Freien Waldorfschulen, Hennig Kullak-Ublick, der ganz verwirrt darauf reagierte, dass das Thema Engel etc. gelehrt wird und das aber fĂŒr falsch hielt.

Was sollen Waldorflehrer den Kindern dann ĂŒber Michaeli erzĂ€hlen, wenn sie im Studium nichts davon gehört haben?

Dann kann ich ihnen nur noch mit einem Lied weiterhelfen, das den Erzengel Michael besingt, denn es wĂ€re schade, wenn nicht einmal mehr in Waldorfschulen den Kindern vermittelt wĂŒrde, wer sich des Bösen in der Welt annimmt.

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Prima Klima!

Was ist das fĂŒr ein denkwĂŒrdiger Tag heute, an dem weltweit so viele Menschen wie noch nie fĂŒr eine gemeinsame Sorge auf die Straßen gegangen sind.

Das ist die Gelegenheit, die Forderung nach Schutzmaßnahmen fĂŒr das Klima einmal auszudehnen auf das Klima in den Familien, in den Betrieben und in den sozialen Netzwerken.

Da tĂ€te manchmal auch ein Klimawandel gut, sodass sich die AtmosphĂ€re unter den Menschen verbessert und sich alle wohl und geschĂ€tzt fĂŒhlen.

An diesem Klimawandel kann jeder sofort etwas Ă€ndern und wenn wir das weltweit tun, braucht es wahrscheinlich viel weniger Gesetze und Verordnungen, die uns einen zurĂŒckhaltenden Lebensstil aufzwingen.

Wir werden freiwillig nach Wegen suchen, wie wir auch auf die Erde mehr RĂŒcksicht nehmen können.

Denn das haben wir dann ja gelernt im herzlichen Umgang miteinander und brauchen es nur noch auf alle Naturreiche ĂŒbertragen.

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