Selfie Christi

Auf seinem letzten Weg durch die Gassen Jerusalems reichte Veronika Jesus ein Schweißtuch, mit dem er sein Gesicht berührte.

Das hinterließ einen nachhaltigen Abdruck auf dem Tuch und gilt neben dem Turiner Grabtuch als das einzige Bild Jesu, das er uns vermacht hat.

Jeder Mensch hinterlässt einen spezifischen Eindruck und der kann sehr unterschiedlich sein.

Es gibt zwei Ärzte, an denen man das erleben kann, weil sie sich völlig gegensätzlich zur Coronakrise äußern.

Der eine, Karl Lauterbach, lässt seine Zuhörer bei seinem Anblick regelmäßig aufseufzen, wenn er düstere Katastrophenbilder androht, sollten wir nicht konsequent im Lockdown bleiben.

Der andere, Claus Köhnlein, beruhigt damit, dass es keine Pandemie gibt, sondern nur die üblichen Grippewellen, dass die in den Krankenhäusern Verstorbenen falsch mit Immunsuppressiva behandelt worden seien und die Impfungen bestenfalls nichts nützen werden, sondern eher Schaden anrichten.

Jesus wurde zunächst nicht so eindeutig reflektiert, sondern geliebt von den einen und zum Tode verurteilt von den anderen.

Aber überlebt hat der Respekt vor ihm und die Dankbarkeit für sein Leben, dass er geopfert hat, um uns den Himmel näher zu bringen.

Ein „Selfie“ hat gereicht, um uns als Botschaft bis heute zu erreichen.

Wir können uns natürlich auch fragen, ob der Eindruck, den wir hinterlassen werden, zum Seufzen oder zur Beruhigung der Nachkommen beitragen wird.

Aufwachen

Der Kardienstag zeigt einen Jesus, der mit den Herrschenden der damaligen Zeit Streitgespräche führt und sie sprachlos macht.

„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist!“

Wir haben uns in der vorgeblichen Pandemie in falsch interpretierten Zahlenspielen verfangen und kommen aus diesem Gewirr nicht mehr heraus.

Das liegt auch daran, dass unser Leben auf Zahlenwerte reduziert wird und alle anderen Dimensionen des Daseins überhaupt nicht mehr ins Auge gefasst werden.

Es ist nur zu wünschen, dass die Mauern dieser Zahlengespinste bald zusammenbrechen und sich selbst ad absurdum führen.

Dann wird man hoffentlich dazu erwachen, dass wir ein Teil der Natur sind und diese wiederum eingebettet ist in die Fülle der Schöpfung, die von unzähligen geistigen Wesen begleitet und erhalten wird.

Mit absurden Vermeidungsstrategien werden wir dieser Schöpfung nicht gerecht, sondern schließen uns letztlich von ihr aus.

Das wäre aber nicht im Sinne des Erfinders.

Jesus auf seinem Weg durch die Karwoche zu begleiten, ist der beste Art, zu lernen, wohin unsere Reise in Wahrheit geht.

Sag NEIN!

Kurz nach dem 2. Weltkrieg musste Wolfgang Borchardt kurz vor seinem Tod erschüttert feststellen: Wenn bestimmte Menschengruppen „NEIN!“ gesagt hätten, wäre das Unheil, das durch das 3. Reich angerichtet worden ist, nicht möglich gewesen.

Aber leider gibt es sie bis heute, 

Polizisten, die nicht „NEIN!“ sagen, wenn sie friedliche Demonstranten einkesseln und mit Schlagstöcken verprügeln sollen, 

Ärzte, die nicht „NEIN!“ sagen, wenn sie einen ungenügend getesteten Impfstoff empfehlen, ohne die Verantwortung dafür zu übernehmen, 

Lehrer, die nicht „NEIN!“ sagen zur Maskenpflicht für Kinder im Unterricht, die sie traumatisiert und nicht richtig atmen lässt,

Pfarrer, die nicht „NEIN!“ sagen, wenn keine Gottesdienste mehr gefeiert werden dürfen,

Politiker, die nicht „NEIN!“ sagen zu Verordnungen, deren Sinn sie selbst bezweifeln, 

Journalisten, die nicht „NEIN!“ sagen zu tendenziöser Berichterstattung, die unnötige Ängste schürt,

gesunde Bürger, die nicht „NEIN!“ sagen zu fragwürdigen Tests, die sie in „Infizierte“ verwandeln.

Wir geben uns bei Eheschließungen selbstverständlich das „JA-Wort“, aber das „NEIN-Wort“ bei unzumutbaren Bürden auszusprechen, haben wir trotz der verheerenden Erfahrungen zweier Weltkriege immer noch nicht gelernt.

Deshalb sind die Vermächtnisworte Wolfgang Borchardts heute so aktuell wie damals. 

Würden wir sie ernst nehmen, könnte dadurch viel Leid vermieden werden.

Homo Deus

In dem 2017 erschienenen Buch „Homo Deus“ des weltbekannten Historikers Yuval Noah Harari wird eine mögliche Zukunftsperspektive des Menschseins beschrieben, die im vergangenen Jahr durch die Fokussierung auf digitale Medien erstaunlich nahe gerückt ist.

Künstliche Intelligenz könnte den Menschen eines Tages so weit auf- und umrüsten, dass er im Vergleich zum gegenwärtigen Homo Sapiens fast gottgleich erscheint.

Aber geht die Reise tatsächlich da hin, wohin uns die Möglichkeiten der Technologiekonzerne mit Hilfe von Chipimplantaten steuern möchten, natürlich auf Kosten unserer inneren Freiheit?

Der Israeli Harari beobachtet jedenfalls, dass Gott als Autorität seit dem Humanismus keine Rolle mehr spielt und die Kirchen schon lange nichts „Neues“ mehr zur Geschichte beitragen, weshalb zwar immer noch viele Menschen an eine geistige Welt glauben, ohne viel von ihr zu erwarten.

Der große Fortschritt, den die Zukunft uns bringen kann, wird aber nicht alleine wissenschaftlicher und technischer Art sein.

Der Fortschritt auf religiösem Gebiet wird der vom Glauben zum geistigen Schauen sein, zum bewussten Wahrnehmen der geistigen Wesen über uns, aber auch in und um uns.

Daran schließt sich eine zunehmende Zusammenarbeit mit geistigen Wesen auf der Naturgeister- und Engelebene an, die uns tatsächlich zu einem echten „Homo Deus“ werden lassen.

Ohne göttliche Wesen in uns und um uns würden wir keinen Atemzug machen, trotz aller Technik, die diesen Lebensodem gerne konservieren möchte in Richtung vermeintlicher Unsterblichkeit.

Dabei sind wir längst unsterblich und wechseln lediglich immer wieder die Ebenen von Diesseits und Jenseits, wofür es gute Gründe gibt.

Diese Gedanken werden es nicht so schnell auf die Bestsellerlisten schaffen.

Sie sollen aber trotzdem erwähnt werden, damit wir uns nicht ausschließlich in eine materialistische Technik- und Wissenschaftsgläubigkeit verirren, wie sie gerade der Umgang mit dem Coronavirus und die Abhängigkeit von Tests und Inzidenzzahlen erschreckend verdeutlicht.

Das Foto zeigt einen Ausschnitt der Eingangstüre der Capela de Nossa Senhora da Encarnação in Carvoeiro, Portugal

Karten ziehen

Am Silvesterabend saßen wir mit der Familie meines Bruders zusammen und zogen Karten aus einem bunt gemischten Stapel mit Bildmotiven von Christiane Lesch.

Aus jahrelanger Erfahrung wissen wir, dass hier nicht der Zufall spielt, sondern eine höhere Weisheit, die uns die für uns passende Karte ziehen lässt.

Tatsächlich hatten alle Beteiligten das Gefühl, dass die gezogenen Karten einen persönlichen Wesenskern ansprachen.

Meine erste Karte war „Licht“ und sie fasst das uns für das Jahr 2021 gegebene Motto „Und das Licht scheint!“ in einem Wort zusammen.

Die zweite Karte sollte ein uns begleitendes Thema des kommenden Jahres zum Ausdruck bringen und ich zog „Entfaltung“.

Als Neu-Rentner, der sich mit seiner Frau auf lang ersehnte Womo-Reisen begibt, bin ich mit dieser Karte natürlich sehr glücklich.

Die dritte Karte zog jeweils ein anderer aus dem Kreis für uns und sollte uns als Menschen charakterisieren.

Für mich wurde „Glaube“ gezogen, ein Thema, das mich seit meiner Jugend beschäftigt, immer darum bemüht, Glauben und Wissen zu vereinen.

Ich schreibe das als Anregung für euren nächsten Silvesterabend für alle, die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben und vielleicht offen dafür sind, den Himmel oder die Engel mitspielen zu lassen, wenn ihr eure Karten für das kommende Jahr zieht.

Falsche Normalität

So manches, was letztes Jahr noch verboten war, wurde in diesem Jahr ganz selbstverständlich „verordnet“. 

Galt früher ein Vermummungsverbot, konnte man in diesem Jahr bestraft werden, wenn man sich nicht „maskiert“ hat. 

Mussten früher Insolvenzen rechtzeitig angezeigt werden, dürfen sie in diesem Jahr verschleppt werden in das kommende Jahr 2021. 

Wer sich alleine faul auf dem Sofa die Zeit vertrieb, war ein Held in einem Fernsehspot der Bundesregierung.

Bekamen wir in diesem Jahr den Bescheid, du bist „negativ“, war das Anlass zur Freude und „positiv“ getestet worden zu sein, war höchst bedenklich.

So wurden Grundwerte wie „Gesicht zeigen“, Ehrlichkeit, Fleiß und der Begriff „Positiv“ geradezu ins Gegenteil verkehrt und zur „neuen Normalität“ erklärt.

Nein, daran sollten wir uns nicht gewöhnen, sondern durchschauen, welche Machenschaften dahinter stecken!

Das Coronavirus allein kann es jedenfalls nicht sein, denn das gab es auch schon vorher und dass Viren mutieren, wie jetzt gerade wieder, ist auch nicht neu.

Es dürfte dem Virus selbst peinlich sein, was ihm in diesem Jahr alles in die Schuhe geschoben worden ist.

In die Schuhe geschoben von Menschen, die im Dienste hinterlistiger Wesen durch Angstszenarien ihre eigene Macht in unangebrachter Weise aufbauschen, um den freien Willen und die Selbstbestimmung von Menschen in nie gekanntem Maße einzuschränken.

Wenn wir dieses Jahr verabschieden, dann sollten wir bitte auch all diese Charakterzüge der „falschen Normalität“, die das Jahr 2020 und weltweit viele Menschen wesentlich mitgeprägt haben, verabschieden.

Das Positive des Jahres 2020 ist die erhöhte Achtsamkeit und Solidarität zwischen Menschen, vielen Geschöpfen und der Erde gegenüber, die uns in diesem Jahr besonders bewusst geworden ist. 

Und dieses sollten wir mitnehmen in das Jahr 2021 und nicht wieder verlieren, angesichts der neuen Herausforderungen, die uns das kommende Jahr bereiten wird.

Weiße Weihnacht

Gestern war noch alles grau in grau und nach der Heiligen Nacht schaust du zum Fenster hinaus und eine weiß strahlende Landschaft lächelt dich an.

Damit ist die Sehnsucht nach einer weißen Weihnacht zumindest im Allgäu in Erfüllung gegangen und mit der Christgeburt hat sich die Welt sichtbar verändert.

Wenn es doch mit allen Veränderungen so schnell ginge, quasi über Nacht.

Manchmal braucht es etwas Zeitdruck, wie bei den nun letztlich doch erfolgreichen Brexit-Verhandlungen, um die Brücke zum Nachbarn zu erhalten.

Das Jahr des Zwiespaltes mit seiner doppelten 2 geht spürbar zu Ende und es wird Zeit, die tiefen Gräben der unterschiedlichen Auffassungen wieder zu schließen.

Das Leben als Spiel zu begreifen und alles Trennende als ein feines Netz, über das wir uns die Bälle unserer Meinungen zuwerfen, könnte uns mit mehr Freude erfüllen und dient letztlich dem Frieden in der Welt.

Große Konjunktion

Es war wieder soweit, der 21. Dezember brachte uns eine große Konjunktion von Saturn und Jupiter, wie bei der Geburt Christi, diesmal im Wassermann und zur Wintersonnenwende.

Deutet das auf ein besonderes Weihnachtsfest hin nach diesem besonderen Jahr?

Wurde dafür alles zurückgefahren, zur Ruhe gebracht – aber auch zur Besinnung?

Hinter den Kulissen der äußeren Aufregung um Corona hat sich tatsächlich eine Zeitenwende vollzogen.

Die Erde beginnt sich zu verwandeln, erhöht ihre Schwingung und wird ätherischer.

Es ist, als ob ein Eisblock allmählich anfängt, zu schmelzen, um sich in den nächst höheren Aggregatzustand zu erheben.

Das große Fernziel ist, wieder eins zu werden mit dem Paradies, aus dem ein Teil der Schöpfung herausgefallen ist und materielle Formen angenommen hat.

Insofern ist in diesem Jahr die Erde selbst wie ein neugeborenes Kind, dem wir unsere Aufwartung machen dürfen.

Sie wird sich riesig freuen, wenn wir ihr in Anlehnung an die Hirten und Könige zu diesem Anlass Geschenke bringen, die ihr vermitteln, dass wir Menschen nicht nur Ausbeuter und Zerstörer dieser Erde sind, sondern sie auch lieben und schätzen und in Zukunft alles tun werden, um ihren Lebensweg hin zum Paradies würdig zu gestalten.

Die Heiligen Nächte bis zum 6. Januar eignen sich hervorragend, der Erde in dieser Weise jeden Tag zu huldigen, uns vor ihr zu verneigen und ihr Liebe, Dankbarkeit, Achtsamkeit, Bescheidenheit, Rücksichtnahme, Wertschätzung und und und zuströmen zu lassen.

Irgendwann wird ihr die Vergangenheit nur noch wie ein böser Traum in Erinnerung bleiben, als es auf der Erde noch Kriege und Giftstoffe gegeben hat, die ihren Boden verseucht und ihre Meere verschmutzt haben.

Wohl denn, lasst uns nach Bethlehem, dem „Haus des Brotes“, zu der uns ernährenden Erde gehen und unserer lichtvollen Zukunft in die Augen schauen!

Eine größere Freude können wir dem Christkind kaum machen.

Herunterfahren

Dieses von Lockdowns geprägte Jahr brachte so manche Entschleunigung mit sich, die wir uns in den Jahren davor nicht vorstellen konnten, obwohl die Sehnsucht danach bei vielen Menschen vorhanden war.

Die 4 Adventssonntage sind erst recht dazu da, 4 Gänge herunterzuschalten, langsamer zu werden und dadurch Weihnachten eine Chance zu geben, dass die empfindliche Kerzenflamme in uns nicht durch die inneren Seelenstürme ausgeblasen wird.

„In der Ruhe liegt die Kraft“ und damit auch die Stabilität und Immunität, die wir brauchen, um die kursierenden Infektionsängste zu überwinden und das Maskenversteckspiel zu beenden.

Nur weil wir uns heute schneller fortbewegen können also noch vor 100 Jahren, heißt das nicht, dass wir nicht auch ab und zu eine Kutsche besteigen und uns durch den winterlichen Wald mit Glockengeläut ziehen lassen – und sei es nur in der Imagination.

Damit läuten wir eine besinnliche und friedliche Weihnachtszeit zumindest in unserem Inneren in schönster Weise ein.

Sterbens-Angst

Am letzten Sonntag vor dem 1. Advent, also bevor die Vorbereitung auf die Geburt Jesu beginnt, wird traditionell an die Menschen gedacht, die unsere Erde verlassen haben.

Ihre sterblichen Überreste wurden der Erde übergeben und ihre Seelen dem Himmel anvertraut.

So selbstverständlich, wie wir in das Leben eintreten, so zweifelhaft sind oft die Fragen, wie es nach dem Sterben weitergeht.

Weil das Wissen um die Unsterblichkeit der Seele in unserer Kultur immer weniger verankert ist, gelingt es leichter, Ängste zu schüren, wir könnten uns anstecken und z.B. an COVID-19 versterben.

Um das zu vermeiden, lassen wir uns sämtliche Lebensfreuden verbieten, die ansonsten zu unserer Freizeitgestaltung gehören und beschränken das kulturelle Leben auf die Zwiesprache mit dem Bildschirm.

Dabei sterben in Deutschland jede Woche mehr Menschen an anderen Ursachen als an Coronaviren seit Jahresbeginn.

Die Angst vor dem Sterben rettet nicht unser Leben, sondern verdirbt es.

Deshalb gehört sie abgestreift und ersetzt durch das Vertrauen, dass wir ohne unser Zutun unser Leben geschenkt bekommen haben und uns von daher auch darauf verlassen können, dass es nach dem Loslassen der leiblichen Hülle nicht verloren geht.

Ein teilweises Loslassen erleben wir schließlich Nacht für Nacht im Schlaf, dem kleinen Bruder des Todes.

Ein Schöpfer, der sich solche Mühe gegeben hat, uns zu erschaffen, wird uns nach dem Erdenleben nicht einfach fallen lassen, sondern dafür Sorge tragen, dass sich sein Einsatz gelohnt hat und dass alles, was wir in diesem Leben gelernt haben, nicht verloren geht, sondern sich weiterentwickeln darf.