30 Jahre Mauerfall

Morgen feiern wir 30 Jahre Mauerfall und damit die Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands.

Rückblickend ist man stolz auf die wunderschön renovierten Innenstädte, die das Einheitsbraun der DDR-Zeit farbenfroh überwunden haben.

In den Seelen vieler Menschen des Ostens sieht es aber nicht so rosig aus, weil sie sich von der Vereinnahmung des Westens doch etwas überrollt gefühlt haben und die eigenen Errungenschaften zu wenig gewürdigt wurden.

Die Würdigung der „Anderen“ ist weltweit ein Problem geworden und die Mauern der Abschottung nehmen eher zu denn ab.

Wir sollten mehr hinhören auf die Anliegen der Menschen, die fluchtartig ihr Land verlassen, weil unsere Konzerne der eigenen Volkswirtschaft den Boden entzogen haben und unsere exportierten Waffen ihr Leben bedrohen.

Die Diskussion um Aufnahmekontingente von einigen hundert Menschen wirkt lächerlich angesichts der Verzweiflung von Millionen Menschen, die nicht wissen, wie und wovon sie leben sollen.

Ohne globales Mitgefühl und daraus resultierende andere Verhaltensweisen werden wir diese wachsenden Probleme nicht in den Griff bekommen.

Und durch noch mehr Mauern und Stacheldraht erst recht nicht.

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