Heimatlos

In Bayern legt man sehr viel Wert auf die „Heimat“ und weil unser derzeitiger Innenminister ein Bayer ist, hat er gleich ein „Heimatministerium“ gegr√ľndet.

Er sollte also Verst√§ndnis f√ľr jene haben, die ihre Heimat verloren haben.

Danach sieht es im Moment aber nicht aus.

Im Gegenteil, in Br√ľssel ringt man heute auf dem europ√§ischen Migrationsgipfel darum, wie wir unsere Grenzen noch besser dicht machen k√∂nnen, um uns die Fl√ľchtlingsstr√∂me vom Hals zu halten.

Jeder wei√ü, dass es die R√ľstungsindustrie und die gnadenlosen Handelspraktiken der Weltkonzerne sind, die die Infrastruktur und die Lebensgrundlage in diesen L√§ndern zugrunde gerichtet haben und die Menschen jetzt in die Flucht treiben.

Aber gesprochen wird wenig dar√ľber und erst recht nicht gehandelt.

Das ist extrem kurzsichtig und unfair den vielen namenlosen Menschen gegen√ľber, die alles riskieren, um zu uns zu kommen.

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Erdbeben

Wenn, wie gestern in Japan, die Erde bebt, wird den Menschen buchst√§blich der Boden unter den F√ľ√üen entzogen.

Das kratzt am Urvertrauen, sich wenigstens auf die Stabilität der Materie verlassen zu können.

Auf vieles andere ist sowieso kein Verlass und kann sich jeden Tag ändern.

Wenn das Stabilste unserer Erde, ihre Oberfläche, nicht stabil ist, was dann?

In drei Evangelien findet sich der Satz: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“

Sind Worte wirklich stabiler als die Erde?

Wer einmal durch ein böses Wort verletzt worden ist, weiß, dass es tatsächlich nachhaltiger an ihm nagt, als sich an einem Stein zu stoßen.

Was vermögen dann erst Worte und ein Zuspruch zu leisten, den der Himmel uns schickt?

Erdbeben k√∂nnen uns dazu veranlassen, dar√ľber nachzudenken, worauf wir unser Urvertrauen aufbauen: auf den Boden unter unseren F√ľ√üen oder auf das Wort, aus dem im Anfang alles geworden ist?

Erdbeben

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Verstehen

Nachdem Donald und Kim sich nun die Hand gereicht und einen Abr√ľstungsvertrag unterzeichnet haben, ist alles gut, oder?

Dann sollten wir den Verteidigungshaushalt auch einschmelzen und das Geld lieber in Shake-Hands-Projekte investieren.

Denn wenn sich die beiden verstehen, wird das mit Putin, Erdogan und anderen erst recht klappen.

Ist doch gar nicht so schwer, den anderen zu verstehen und ihm die Hand zu reichen!

Verstehen wir, was „verstehen“ hei√üt, erspart uns das viel S√§belgerassel.

Viele Menschen wird es gl√ľcklich und zufrieden machen und die enorme Anspannung, die im Moment die V√∂lkerverst√§ndigung belastet, wird nachlassen.

Damit das Verstehen nicht nur auf dem Papier festgehalten wird, sondern im Herzen sein „Ankerzentrum“ erh√§lt, sind die folgenden Zeilen als Br√ľckenglied bedenkenswert:

Wir verstehen uns

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Kein Wein

Die Kirchen beklagen, dass sie zunehmend austrocknen und die Gläubigen schwinden.

Kein Wunder, denn sie nehmen die Wunder ihres Herrn nicht ernst genug.

Das erste Wunder Jesu war auf der Hochzeit zu Kanaa, wo er auf Geheiß seiner Mutter Wasser in Wein verwandelt hat.

Sein letztes Wunder war die Verwandlung des Weines in sein Blut beim Letzten Abendmahl.

Das zeigt die Bedeutung, die Jesus dem fl√ľssigen Element verliehen hat.

Aber in den allermeisten Kirchen werden bei der Kommunion nur Oblaten verteilt und nicht der Wein.

Um die Kirchen wieder zu beleben, wäre das der erste Schritt, wirklich zu geben, was Jesus eingesetzt hat und nicht am falschen Ende zu sparen.

Kein Wein

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Sorgen

Sorgen sind wahrscheinlich die größte Last, die unser Planet zu tragen hat.

Und sie sind zutiefst menschlich, weil gerade wir nicht nur in der Gegenwart leben, sondern unsere Gedanken oft in die ungewisse Zukunft abschweifen.

Da ist es dann eine Frage des Vertrauens in die geistige F√ľhrung, ob wir uns Sorgen machen oder ob wir uns auf das konzentrieren, was uns im Augenblick m√∂glich ist zu tun.

Schöpfen wir alle gegenwärtigen Möglichkeiten aus?

Das ist eine Frage, die uns aus der Zukunft wieder in die Gegenwart f√ľhrt und uns √∂ffnet f√ľr unbeachtete Chancen, die sich auf unserem Weg anbieten.

Und die zu einer Wende f√ľhren k√∂nnen, auf die wir durch langes Gr√ľbeln nie gekommen w√§ren.

Sorgen

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Das Behörden-Kreuz

Seit gestern ist das Christentum durch den Kreuzerlass des bayrischen Ministerpräsidenten wieder eingezogen in die Amtsstuben der Beamten.

Zur Sicherheit habe ich mal eine kleine Gebrauchsansweisung erstellt, wie das dann umgesetzt werden könnte.

Fl√ľchtlingen rate ich, dieses Gedicht als Mitbringsel bei Beh√∂rdeng√§ngen mitzubringen und h√∂flich daran zu erinnern, dass der oberste christliche Grundsatz lautet, „Gnade vor Recht“ walten zu lassen.

Da haben die Bremer Beh√∂rden doch schon alles richtig gemacht, auch ohne Kreuz an der Wand und weitere Untersuchungen des angeblichen Skandals er√ľbrigen sich.

Im Gegenteil, das Bamf in N√ľrnberg sollte sich das zum Vorbild nehmen und alle aufnehmen, die „m√ľhselig und beladen“ sind (Matth.11,28).

Oder noch einmal dar√ľber nachdenken, was es hei√üt, das Kreuz auf sich zu nehmen.

Das Behörden-Kreuz

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